Witas - Wildtier und Artenschutz e.V Saar

Biogas
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Geplante Biogas-Anlage zwischen Aßweiler und Erfweiler-
Ehlingen

Biogas durch „nachwachsende Rohstoffe"

 

die Bio-Gasanlagen sind ein weiterer Grabstein für unsere Ökosysteme und

die Biodiversität. Je mehr und öfter bislang von Artenvielfalt „geredet" wurde, je

schneller verschwanden Arten aus unseren Landschaften - dabei sind von

nur 1 Pflanzenart ca. 11 Tierarten abhängig! Der jetzt angestrebte Konsens zwi-

schen Landwirtschaft, Jagd, Politik und Betreibern der Anlagen wird wie immer

einseitig zu Lasten der Natur ausfallen. Es werden lediglich die Eigeninteressen

der Nutzer-Lobbyisten vertreten, niemals jedoch die Belange der Natur und nie-

mals das Wohl der Steuern zahlenden Bevölkerung!!! Die Intensiv-Landwirtschaft ist

bekanntermaßen der Artenkiller Nummer 1! Sie verseucht das Grund- und Oberflä-

chenwasser mit gefährlichen Chemikalien, sie produziert Gülle und Treibhaus-

Effekt, sie verursacht eutrophe bis polytrophe Böden, stark belastet mit giftigen

Pestiziden usw., die sich in unserer Nahrung und dem Trinkwasser wieder finden -

Prost-Mahlzeit auf die Gesundheit und die viel zu hohen Grenzwert-Festsetzungen!

Dazu kommen noch die Kontaminationen mit tausenden Tonnen Bleischrot durch

die Jagd, wobei Böden und Gewässer zusätzlich vergiftet werden - usw. Nicht

zu vergessen sind übrigens die flurbeschädigten Flächen, wo jährlich durch

die falschen Wirtschaftsweisen zig- Tonnen Böden erodieren . Häufige, frühe

Mahd sind zusammen mit den anderen Vernichtungsfaktoren der Artenvielfalt

schon immer abträglich. Die Fakten sind den Verantwortlichen bestens bekannt,

werden aber immer wieder geleugnet und schön geredet. Man fragt sich immer

wieder verzweifelt, wann endlich die gezielten Desinformationen der verantwor-

tungslosen Verantwortlichen aufhören.


Millionen an Forschungs- und Fördergeldern werden auch hier sinnlos verbraten.

Was hinten

heraus kommt sind immer spitzfindigere, verfeinerte Formen der Arten-Ausrot-

tung, u. a. Gentechnik, skrupelloseste Jagd - immer unter dem verlogenen

Naturschutzdeckmäntelchen, Abholzung der so eminent wichtigen

Regenwälder, Holzeinschlag bis weit über die Schmerzgrenze auch bei uns,

Wiesen nur noch Vielschnitt - Drei Gräser-Einheits-Hochleistungsgrün, Mono-

kulturen, die als Flurbereinigung getarnte Flur-Beschädigung, „Pflegemaßnahmen",

die jegliche Natürlichkeit auch und gerade in Naturschutzgebieten auf Golf- und Fußballplatzniveau herabwalzen, siehe beispielsweise Panzereinsatz oder die alles

„nieder machenden" bisherigen, meist subventionierten maschinellen Artenver-

nichtungsmaßnahmen...und, und, und.


Während Tierrechtler schon seit Jahrzehnten immer wieder - bisher leider ohne Er-

folg - auf die Zerschredderung von Wildtieren durch Pflüge und andere Land-

maschinen bei der Mahd hinweisen, färbt sich das jeweilige Mähgut immer noch

rot durch das Blut der hilflosen Kreatur. Landwirten und Jägern waren diese

Tatsachen stets präsent, haben aber nie reagiert. Dabei gibt es ungenutzte

einfache Möglichkeiten, die Tiere vor ihrem bitteren Schicksal zu bewahren, aber

ohne zusätzliche Förderung durch den Steuerzahler oder ähnliche Wohltaten rührt

sich auch hier keine Hand!


Es ist mal wieder bezeichnend, dass gerade jetzt diese Art von Wildtiervernichtung

bei den Tiertötern zum Thema gemacht wird, just als die Jagd auf Füchse und einige

andere Tiere etwas eingeschränkt werden soll!!! Nicht nur auf den Flächen mit den

unsäglichen „nachwachsenden Rohstoffen" spielen sich diese Tiertragödien ab, son-

dern auf allen land- und partiell forstwirtschaftlich genutzten Arealen, natürlich auch

den Wiesen.


Erhöhte und damit trockenere Acker- und Wiesenraine für Bodenbrüter sind längst

eingeebnet, kleinere Brachen und die Arten steigernden Flächen-Stilllegungen

werden mit Hilfe der Nationalstaaten von Brüssel seit Jahren nicht mehr subventi-

oniert, nur noch was auch „genutzt" wird. Jeder Quadratmeter wird also mit Mais,

Raps und Ähnlichem und mit so genannten„nachwachsenden Rohstoffen"

zu gekleistert, die eigentlich Mensch und Tier als Nahrung dienen oder dringend

als wirksame Regenerationsflächen für die Artenvielfalt ausgewiesen werden müssten. Allerdings weiß man, dass selbst die kleinsten Nutzungsbeschränkungen ganz

einfach und unbürokratisch aus zu hebeln sind! Gerade noch heulten die Landwirte auf, weil sie ob des Projektes natura 2000 keinerlei Einschränkungen hinnehmen könnten, da sonst

die Versorgung der so genannten Nutztiere stark gefährdet sei. Ja, was denn nun???

Im Hinblick auf die aus Brüssel winkenden hohen Steuergeld-Subventionen für „nachwachsende Rohstoffe" spricht man ungeniert von einem weiteren wichtigen

Standbein für die Landwirte! Sind die Subventionen etwa so hoch, dass man sich nun unbekümmert teures Tierfutter aus dem Ausland leisten kann? Da wird die Intensiv-Agrarwirtschaft vor lauter wichtigen Standbeinen, ohne Rücksicht auf weitere schwere Verluste beim Schutz eh verarmter Natur- und Kulturlandschaften so langsam wohl zum Hundertfüßer, nicht wahr? Wild(pflanzen)äcker, wie von den permanent Tier verfol-

genden Exekutionsmannschaften gefordert, dienen längst lediglich dazu, die tierlichen

Todeskandidaten in den Revieren zu halten und haben rein gar nichts mit Artenschutz

zu tun, wobei die angepflanzten, so genannten Wildäcker meist mit völlig gebietsfremden

Arten bestückt werden.


Wir wissen genau um die schädlichen Einflüsse auf das Klima durch fossile Energieträger.

Wir wissen ebenso um die unbeherrschbare Nuklearkraft, wir wissen um fehlende sichere

Entsorgungs- bzw. Lagerungsmöglichkeiten, wir wissen um die entsetzlichen Folgen eines Super-Gaus. Wird alles weggewischt und weiterhin der Milliarden schweren Atom-Lobby und anderen Profiteuren gehuldigt. Schon vergessen, dass unzählige Steuermilliarden in die AKW`s gepumpt wurden, Millionengewinne täglich für die Betreiber, doch die

Stromgebühren steigen und steigen.


Sonnenenergie, fast unbegrenzt verfügbar, Windkraft - die Technologie für diese Energien verbessert sich stetig - Umwelt schonende Verfahren,

Gas aus wirklichen Abfällen, nicht über Ressourcen schädigenden und vernichtenden

Kulturpflanzen-Anbau, Gras- und Ganzpflanzensilage, Getreide usw. und schon mal

überhaupt nicht über das „schwedische Modell", auch nicht über die von uns

recycelten Rohstoffe. Kohlendioxid einsparen, aber gewiss

nicht mit „Hilfe" von Sprit fressenden und Umwelt verpestenden LKW-Transporten, Flächenverbrauch, Monokulturen etc.!!!


Fazit:. Da müssen wie etwa für die Vergärungsanlage in Lockweiler oder für die überdimensionierten, ineffizienten Müllverbrennungsanlagen und weitere undurch-

dachte, teure Ideen der Absahner-Eliten und ihrer Handlanger am Ende auch wieder die Steuer-, Gebühren- und Abgabenzahler blechen, trotz gravierender Finanz- und Euro-

krise. Niemand sollte es wagen, bei den voraussichtlich sehr hohen Kosten für die

„Biogasanlagen" 2-3 lächerliche Arbeitsplätze und die Zukunftssicherung der Artenvernichter Nummer 1 (konventionelle Landwirtschaft) anzuführen.

Nur ökologisches Wirtschaften kann den Artentod stoppen und die für alle Lebewesen

so eminent wichtige Biodiversität retten!!!


Mit freundlichen Grüßen


Elisabeth Hoffmann, Neunkircherstr. 73, 66440 Blieskastel für WITAS - Wildtier- und

Artenschutz





 

 

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