Witas - Wildtier und Artenschutz e.V Saar

Hasen/Kaninchen
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Meister Lampe wie der Feldhause auch genannt wird, trift man wieder häufiger steht aber nach wie vor auf der roten Liste der gefährdeten Tiere, gejagd wird er aber nach wie vor.

Feldhasen sind ausgesprochene Kulturfolger, deren natürlicher Lebensraum die offene Landschaft zwischen Waldsteppe und Wüstensteppe ist. So werden heute vom Feldhasen Ackerland und Dauergrünland bevorzugt besiedelt. In waldreichen Gegenden gibt es dagegen weniger Hasen. Auch dort, wo das Ackerland so intensiv genutzt wird, dass keine Ödlandflächen mehr vorhanden sind und keine Streifen mit Gras und Büschen an den Feld- und Wegrändern, kommen Hasen nur in geringer Dichte vor. Sie benötigen für ihr Wohlbefinden nämlich eine Vielzahl von Kräutern, die ihnen leider längst nicht mehr überall in der stark genutzten Landschaft zur Verfügung stehen. Auf der Suche nach Kräutern wagen sich Hasen auch an den Waldrand und auf Lichtungen.

Hase

Feldhasen sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich häufig. Dreimal, manchmal sogar viermal im Jahr, kann eine Häsin Junge werfen, zwei bis vier pro Wurf. Die jungen Hasen wiegen bei der Geburt um die hundert Gramm, sind bereits behaart, können sehen und haben Zähnchen. Sie werden in einer Mulde auf dem Feld geboren. Diese Mulde wird Sasse genannt. Wenn die Witterungsbedingungen zur Wurfzeit ungünstig sind, kommen die Junghasen kaum durch. Besonders trifft das zu für die ersten Jungen, die im März geboren werden. Ideal für die jungen Hasen ist ein warmer und trockener Frühling. Schon im Alter von 5-8 Monaten werden die Junghasen geschlechtsreif und in günstigen Jahren (2002 ist hier in Westfalen so ein günstiges Jahr) können dadurch die Bestände der Feldhasen schnell ansteigen. Regen und Kälte dagegen wirken sich sehr ungünstig auf die Hasenbestände aus.

Obwohl Hasen und Kaninchen nicht besonders eng miteinander verwandt sind, können viele Leute diese beiden Arten nicht voneinander unterscheiden. Mit 65 cm Körperlänge (Kaninchen 35-45 cm) ist der Feldhase jedoch deutlich größer als ein Wildkaninchen und kann mit bis zu 5 kg Körpergewicht auch mehr als doppelt so viel wiegen wie ein Kaninchen (1-2 kg). Hasen haben zudem viel längere Beine und Ohren und verhalten sich auch ganz anders. So haben sie keine Bauten wie die Kaninchen und kommen nicht in Gärten und auf Friedhöfen vor.

Feldhasen haben in der freien Landschaft viele Feinde. Besonders die Junghasen sind sehr gefährdet. Fuchs und Dachs, Hunde, Katze und Marder, Greifvögel und Rabenkrähen stellen ihnen nach. Neben der Jagd fordert auch der Straßenverkehr seinen Anteil an Hasen. Für immer wieder auftretende Bestandsschwankungen sollen neben Witterungseinflüssen auch Parasiten und seuchenartige Krankheiten verantwortlich sein.

Hasen können ausgezeichnet hören. Ihre langen Ohren, die Löffel, sind außerordentlich beweglich, sie nehmen nicht nur Geräusche auf, sondern sie orten diese auch. Wenn Hasen aufmerksam sind, haben sie ihre Ohren steil aufgerichtet. Die „Stimmung“ des Hasen kann man anhand der Ohrenstellung gut beurteilen. Auch der Geruchssinn ist gut entwickelt.

 

 

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