Witas - Wildtier und Artenschutz e.V Saar

Luchs
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Luchs

Dass es der Luchs in unseren Wäldern nochmals schaffen sollte sich anzusiedeln,
dafür bedarf es schon eines enormen Umdenkens von Seiten der Jägerschaft,
denn der Luchs gilt nach wie vor als "Futterkonkurrent" und würde die Jagd der
Jäger zusätzlich in Frage stellen.
Luchs

1971 begann man in der Schweiz mit der Wiedereinbürgerung des Luchses und mittlerweile leben in den Schweizer Bergen wieder etwa 100 Tiere. Von der Schweiz breitete sich der Luchs weiter aus. In Österreich und Slowenien hat er seine alten Aktionsräume wieder besiedelt; auch im Bayrischen Wald wanderten Luchse von Böhmen aus ein und besetzten die alten Reviere. Leider wurden sie bis zum Jahre 1978 wieder durch illegale Abschüsse ausgerottet, sie wanderten allerdings erneut ein und müssen weiterhin Verfolgung über sich ergehen lassen. Dabei könnte der Luchs dem Menschen behilflich sein, den hohen Wildbestand zu reduzieren, der wiederum dafür verantwortlich ist, dass kaum Jungbäume heranwachsen können. Im Bayrischen Wald untersuchte man den Speisezettel der Luchse und man fand 71 Rehe, 17 Stück Rotwild, 8 Hasen, 3 Wildschweine, 3 Füchse und eine Waldmaus als Beute. Daneben töteten Luchse in der Schweiz auch Haustiere, besonders Schafe. Die Bauern werden dafür entschädigt. Eine Gefahr für den Menschen stellt der Luchs jedoch niemals dar.

Luchse sind ausgesprochene Einzelgänger. Nur in der Paarungszeit im Februar und März, der sogenannten Ranzzeit suchen sich Katze und Kuder in ihrem großen Revier. Die 1- 4 Jungen werden im Mai/Juni geboren. Luchse werden etwa 5-10 Jahre alt, in Gefangenschaft über 15 Jahre alt.
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